Die moderne Zahnarztpraxis
Noch vor wenigen Jahren bestand die Hauptaufgabe eines Zahnarztes darin, Zähne zu ziehen, Karies und Zahnfleischtaschen aufzuspüren und diese zu behandeln. Das ist heute ganz anders. „Unsere wichtigste Aufgabe ist es, die Zähne zu erhalten“, erläutert der Lübecker Zahnarzt Dr. Jan-Ole Clausen. Moderne Technik hat wesentlich dazu beigetragen, dass heute deutlich weniger Zähne gezogen werden müssen. Das gilt für die Werkzeuge wie Bohrer & Co. und auch für die verwendeten Füllmaterialien.
Karteikarten aus Papier nur noch für den Notfall
Bereits im Vorzimmer der Praxis hat längst der Computer Einzug gehalten. Die Zeiten von Karteikarten aus Papier sind in einer modernen Zahnarztpraxis passé. „Die Digitalisierung der Patientendaten macht vieles einfacher“, sagt Clausen. „Allerdings fahren wir bei uns noch zweigleisig und verwenden als Vorsichtsmaßnahme gegen einen eventuellen Datenverlust auch Papier – gebraucht haben wir es aber bislang nicht.“ Eine gute Software macht die Bearbeitung und Verwendung der Patientendaten einfacher und effektiver. Sie spart Zeit und Geld. Alle Praxisabläufe können so schnell und zuverlässig dokumentiert werden und sind jederzeit von allen Terminals in den Behandlungsräumen abrufbar. Und die Software hilft, das Qualitätsmanagement und die Hygiene zu verbessern. In einer Praxis müssen jedes Instrument und alle Arbeitsmittel genau dokumentiert werden. Für alles gibt es exakte Arbeitsanweisungen.
3D-Technik

Hochleistungsfüllmaterialien aus Keramik
Füllungen haben heute eine höhere Haltbarkeit und lassen sich besser einsetzen als früher. Durch die Verwendung von Hochleistungsfüllmaterialien aus Keramik muss der Zahnarzt zum Beispiel deutlich weniger Substanz vom Zahn herausbohren, als bei früheren Amalgamfüllungen. Diese ganze moderne Technologie hat natürlich auch ihren Preis. Aufbau und Einrichtung einer neuen Praxis schlagen nicht selten mit einer halben Million Euro zu Buche. Das wird oft unterschätzt. Viele Patienten sehen nur die nackten Zahlen auf den Abrechnungen. Zu einer modernen Zahnarztpraxis gehört auch, dass sich der behandelnde Arzt Zeit für die Beratung und Aufklärung bei Zahn- und Kieferproblemen nimmt. Die rasante Entwicklung erfordert zudem eine regelmäßige Fortbildung der Ärzte und Mitarbeiter.
Dr. Clausen & Partner: Dr. Klaus-Peter Clausen (Master of Science für orale Chirurgie und Implantologie, links), Dr. Stefanie Clausen-Kestermann (Zahnärztin, Zertifizierte Implantologin) und Dr. Jan-Ole Clausen (Zahnarzt, Zertifizierter Implantologe, rechts).

